29.11.2016, Düsseldorf. Die Gesundheitswirtschaft ist in Deutschland ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor. Diese Erkenntnis konnten die Teilnehmer des PKV-Wirtschaftsforums letzte Woche in Düsseldorf gewinnen. Die Bruttowertschöpfung der Gesundheitswirtschaft betrug 324 Mrd. Euro (2015), was einem Anteil von 12,0% am deutschen Bruttoinlandsprodukt entspricht.

Im Vergleich dazu steht die Automobilindustrie mit rund 4,0% und die Elektro- und Metallindustrie mit rund 9,0%, wie eine aktuelle Studie des WifOR Instituts zur Wirtschaftsforschung aus Darmstadt aufzeigt.

dr volker leienbachEine wichtige Rolle in der Gesundheitswirtschaft nehmen dabei die privaten Krankenversicherungen ein. Neben ihrem Beitrag als Akteur im Gesundheitswesen, auch als Arbeitgeber. In Deutschland sind rund 43.000 Menschen in den Unternehmen der PKV beschäftigt, davon allein 27.800 in NRW.

Dr. Volker Leienbach, Verbandsdirektor des PKV Verbands, wies in diesem Zusammenhang auf die Beschäftigungseffekte hin, welche in der Diskussion über die Bürgerversicherung berücksichtigt werden müssten. Nach den Bewertungen der Hans Böckler Stiftung sind etwa drei Viertel der Arbeitsplätze im PKV Bereich langfristig durch eine Bürgerversicherung bedroht.

Auch die Einnahmen der Ärzte würden sinken. Nach Daten des Statistischen Bundesamts erzielten Kassenpraxen 2011 im Durchschnitt etwa 323.000 Euro Einnahmen, Praxen mit einem 25% Anteil an Privatpatienten etwa 398.000 Euro. (Quelle: Rheinische Post, 28.11.2016) (mg)

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